Gleitringdichtungen für Grundfos‑Pumpen.
Grundfos nennt die Wellenabdichtung im Typenschlüssel: Der Dichtungscode steht an letzter Stelle der Typenbezeichnung auf dem Typenschild. Bei einfachen Dichtungen beschreiben vier Buchstaben Bauart, Gleitring, Gegenring und Nebendichtung. Bei NB, NBG, NK und NKG entsprechen einfache und doppelte Gleitringdichtungen laut Grundfos der EN 12756. Wir ordnen das verbaute Teil zu, liefern ein gleichwertiges Pendant und setzen vorhandene Dichtungen in unserer Münchner Werkstatt instand.

Was wir von Ihnen brauchen.
Bei Grundfos ist die Ausgangslage günstig, weil der Dichtungscode auf dem Typenschild steht. Eine dieser Angaben genügt meist. Fehlt etwas, fragen wir nach.
Die vollständige Typenbezeichnung, nicht nur Baureihe und Baugröße. Der Dichtungscode steht an letzter Stelle, die Zeichen davor nennen unter anderem Baureihe, Pumpenausführung, Rohrleitungsanschluss und Werkstoffausführung. Bei Doppeldichtungen der NKG stehen am Ende vier Ziffern. Ist das Schild schwer lesbar oder überklebt, genügt uns ein Foto.
Dichtungscode lesenDiese drei Bedingungen nennt Grundfos selbst für die Auswahl der Wellenabdichtung. Geben Sie auch Reinigungsmittel an und Besonderheiten wie Reinstwasser oder abrasive Anteile im Wasser. Daraus ergibt sich die Werkstoffpaarung. Bei der TP gehört die Serie dazu, weil Grundfos die Paarung dort nach Serie und Temperatur unterscheidet.
Werkstoffe ansehenFehlen Typenschild oder Code, bestimmen wir am Bauteil. Ein Foto von vorn und von der Seite hilft bei der ersten Einordnung, das eingesandte Altteil macht die Zuordnung eindeutig. Wir vermessen es und bestimmen Bauart und Werkstoffe. Legen Sie, wenn vorhanden, Gegenring und Nebendichtungen dazu. Die Befundung ist kostenfrei.
Foto oder Daten sendenTypenschild richtig fotografieren: gerade von vorn, vollständig und mit allen Zeilen. Bei der CR steht der Dichtungscode am Ende der Typenbezeichnung, bei NB und NK folgt er auf den Buchstaben für die Ausführung der Wellendichtung.
Versandweg und Adresse stehen im Ratgeber Dichtung einsenden, das Vorgehen bei einer unbekannten Dichtung im Ratgeber zur Identifikation. Ist Ihre Grundfos‑Dichtung nicht eindeutig zuzuordnen, lassen Sie sie von uns identifizieren.
So lesen Sie den Grundfos‑Dichtungscode.
Grundfos führt die Wellenabdichtung als eigene Kennung im Typenschlüssel. Ein Beispiel aus dem Datenheft der CR: CRE 32s‑4‑2‑A‑F‑G‑E‑HQQE. Die Zeichen davor benennen unter anderem Baureihe, Förderstrom, Laufradzahl, Pumpenausführung, Rohrleitungsanschluss, Werkstoffausführung und die Elastomerteile der Pumpe. Die letzte Gruppe ist die Gleitringdichtung, bei einfachen Dichtungen gleich aufgebaut.
Die erste Stelle beschreibt den Aufbau. Zum Beispiel A: O‑Ringdichtung mit festem Mitnehmer. B: Gummibalgdichtung. D: entlastete O‑Ringdichtung. H: entlastete O‑Ringdichtung in Patronenbauweise. K: Metallbalgdichtung als Patrone. O und P: doppelt als Back‑to‑Back oder Tandem. R und G: mit reduzierten Dichtflächen. Patronenbauweise kennzeichnen laut Grundfos die Kennbuchstaben E, F, H und K.
Die zweite Stelle nennt den Werkstoff des rotierenden Rings. Zum Beispiel A: Kohle, metallimprägniert. B: Kohle, kunstharzimprägniert. H: Kohle mit eingelagertem Wolframkarbid. Q: Siliziumkarbid. U: Wolframkarbid. V: Keramik aus Aluminiumoxid.
Die dritte Stelle nennt den Werkstoff des stehenden Rings, nach derselben Werkstofftabelle wie der Gleitring. Beide Stellen zusammen ergeben die Paarung der Dichtflächen. QQ steht zum Beispiel für Siliziumkarbid gegen Siliziumkarbid, AQ oder BQ für Kohle gegen Siliziumkarbid.
Die vierte Stelle nennt das Elastomer. Zum Beispiel E: EPDM. V: FKM. K: FFKM. F: FXM. P: NBR. T: PTFE. Das Elastomer muss zu Medium und Temperatur passen. Für FKM nennt Grundfos in Wasser zum Beispiel 90 °C als obere Grenze, EPDM ist laut Grundfos nur wenig beständig gegen Mineralöle.
Grenzen je WerkstoffBei doppelter Gleitringdichtung der NKG stehen im Typenschlüssel vier Ziffern statt Buchstaben, weil zwei Dichtungen zu benennen sind. Im Grundfos‑Datenheft steht 2716 für DQQV als Primär- und BQQV als Sekundärdichtung. Stehen auf Ihrem Typenschild dort Ziffern, brauchen wir die Zuordnung beider Dichtungen.
Der Werkstoffschlüssel nach EN 12756 hat fünf Stellen und benennt zusätzlich Feder und Metallteile. Grundfos gibt seine Spezifikationen an externe Dichtungslieferanten nach diesem Schlüssel weiter. Ein fünfstelliger Werkstoffcode ist also nicht der Stempelcode vom Typenschild.
Ratgeber UmschlüsselungAuch in der kürzeren Schreibweise CR 32‑4 A‑F‑A‑E‑HQQE steht der Dichtungscode am Ende. Im NB‑Beispiel des Datenhefts, NB 32‑125.1/142 A F 1 A E S BAQE, ist der Dichtungscode BAQE ebenfalls die letzte Gruppe.
Die Listen sind nicht vollständig. Grundfos führt weitere Kennbuchstaben, und welche Kürzel es je Baureihe anbietet, ist unterschiedlich: Im aktuellen CR‑Datenheft sind für die Dichtflächen B, U, Q und X aufgeführt. Das Grundfos‑Datenheft „Shaft seals“ enthält eine längere Liste, unter anderem Stahl und Bronze. Einen Buchstaben, der hier fehlt, lösen wir mit Ihnen zusammen auf.
Vier Codes, die häufig vorkommen. HQQE: entlastete O‑Ringdichtung in Patronenbauweise, Siliziumkarbid gegen Siliziumkarbid, EPDM, Standard der CR. BAQE: Gummibalgdichtung, Kohle gegen Siliziumkarbid, EPDM, zum Beispiel in der TP der Serien 300 und 400 und im NB‑Beispiel des Datenhefts. AUUE: O‑Ringdichtung mit festem Mitnehmer, Wolframkarbid gegen Wolframkarbid, EPDM, Standard der CRT. AVBE: O‑Ringdichtung mit festem Mitnehmer, Keramik gegen kunstharzimprägnierte Kohle, EPDM, häufig bei der CM.
Was der Code nicht sagt. Der Code benennt Bauart, Dichtflächen und Elastomer. Wellendurchmesser, Einbaulänge und bei Patronen die Bauhöhe stehen nicht darin, diese Angaben kommen aus der vollständigen Typenbezeichnung oder vom Bauteil. Zwei CR unterschiedlicher Baugröße mit demselben Code brauchen deshalb nicht dieselbe Dichtung. Nach unserer Erfahrung beschreibt das Typenschild den Auslieferungszustand: Wurde die Dichtung im Laufe der Betriebsjahre schon einmal gewechselt, sitzt womöglich eine andere Variante in der Pumpe als aufgedruckt, und das ausgebaute Teil ist die verlässlichere Auskunft. Haben sich Medium oder Temperatur seit der Auslieferung geändert, ist das der Anlass, die Paarung zu überprüfen.
Welche Dichtung Grundfos je Baureihe nennt.
Die Trockenläufer‑Baureihen, die uns aus dem Grundfos‑Programm regelmäßig begegnen, mit der Wellenabdichtung laut Grundfos‑Datenheft. Abweichungen nach Medium, Temperatur und Leistung sieht Grundfos ausdrücklich vor. Ein Klick legt die Baureihe in Ihrer Anfrage an.
Standard ist eine einfachwirkende Patronendichtung, laut Datenheft HQQE oder HQQV: SiC gegen SiC mit EPDM oder FKM. Als Alternative HQBE und HQBV.
Dichtung anfragenStandardmäßig keine Patrone, sondern eine O‑Ringdichtung AUUE oder AUUV mit festem Mitnehmer: Wolframkarbid auf beiden Dichtflächen, EPDM oder FKM.
Dichtung anfragenGleitringdichtung laut Grundfos nach EN 12756, etwa BAQE: Gummibalgdichtung, Kohle gegen SiC, EPDM. Patronen und Doppeldichtungen führt Grundfos nicht.
Dichtung anfragenGleitringdichtungen laut Grundfos nach EN 12756. Grundfos führt hier auch Stopfbuchsen (nur Grauguss) sowie Patronen- und Doppeldichtungen (NKG).
Dichtung anfragenGrundfos nennt je nach Serie und Wassertemperatur BQQE, AUUE, BAQE, BUBE oder DBUE. Serie und Medientemperatur gehören deshalb in jede Anfrage.
Dichtung anfragenHäufig verbaut ist die O‑Ringdichtung AVBE, Keramik gegen Kohle mit EPDM. Die Temperaturangabe 120 °C gilt laut Grundfos nur für Pumpen mit AQQE.
Dichtung anfragenWellendurchmesser und Einbaumaße nennen wir bewusst nicht. Innerhalb einer Baureihe unterscheiden sich die Baugrößen erheblich, und der Dichtungscode enthält keine Maßangabe. Verbindlich sind die vollständige Typenbezeichnung oder das nachgemessene Bauteil. Bei CRI und CRN steht die Werkstoffausführung der Pumpe als eigener Code im Typenschlüssel, getrennt vom Dichtungscode. Was die Patronenbauweise der CR für Einbau und Einstellmaß bedeutet, steht auf unserer Seite zu Patronendichtungen. Laufen NB oder NK noch mit Packung, ist die Umstellung eine eigene Entscheidung, dazu gibt es den Ratgeber Stopfbuchspackung oder Gleitringdichtung.
Nassläufer fehlen mit Grund. Bei Umwälzpumpen wie ALPHA und MAGNA bilden Pumpe und Motor eine Einheit, der Rotor läuft im Fördermedium, eine Wellenabdichtung ist nicht erforderlich. Eine Gleitringdichtung haben dagegen Trockenläufer wie CR, NB, NK, TP oder CM.
Was Grundfos zu Werkstoffen angibt.
Welcher Werkstoff passt, entscheidet der Betrieb, nicht die Baureihe. Grundfos nennt dafür Betriebsdruck, Art des Fördermediums und Medientemperatur. Die Tabelle fasst Angaben aus den Grundfos‑Datenheften und dem Grundfos‑Handbuch zu Gleitringdichtungen zusammen. Die Zeilen zur TP zeigen, wie stark die vorgesehene Paarung an Serie und Temperatur hängt. Die verbindliche Empfehlung für Ihre Anlage steht im Angebot.
| Betriebsfall | Angabe laut Grundfos |
|---|---|
| Auswahl allgemein | nach Betriebsdruck, Art des Fördermediums und Medientemperatur |
| Wasser mit abrasiven Bestandteilen | Paarung xQQx, also Siliziumkarbid auf beiden Dichtflächen |
| Reinstwasser unter 2 µS/cm | nicht Siliziumkarbid gegen Siliziumkarbid; empfohlen Siliziumkarbid gegen Kohle oder gegen Wolframkarbid |
| Nebendichtung FKM, Code endet auf V | obere Temperaturgrenze in Wasser 90 °C |
| Nebendichtung EPDM, Code endet auf E | wärmebeständig von −40 bis 150 °C, in Wasser und wässrigen Medien bis 140 °C; nur wenig beständig gegen Mineralöle |
| TP, Wasser unter 90 °C | BQQE (Serie 100 und 300), AUUE (Serie 200), BAQE (Serie 400 PN 10), DBUE (Serie 400 PN 25) |
| TP, Wasser über 90 °C | BUBE (Serie 100 und 200), BAQE (Serie 300 und Serie 400 PN 10), DBUE (Serie 400 PN 25) |
| CM, Temperaturangabe 120 °C | gilt nur für Pumpen mit Gleitringdichtung AQQE |
| Umweltgefährdende Medien | Doppeldichtung oder Magnetkupplung statt einfacher Dichtung |
Siliziumkarbid ist nicht immer die bessere Wahl. Ausgerechnet in besonders reinem Wasser rät Grundfos von der Paarung Siliziumkarbid gegen Siliziumkarbid ab. Die Grenzwerte schwanken zwischen den Grundfos‑Dokumenten: Laut Handbuch können einige SiC‑Sorten in Wasser unter 5 µS/cm korrodieren, das Datenheft „Shaft seals“ nennt die selbstschmierende SiC‑Sorte Q1G als beständig. Arbeitet Ihre Anlage in diesem Bereich, sagen Sie es uns ausdrücklich. Dasselbe gilt für die Temperatur: Endet der Code auf V und liegt die Wassertemperatur über 90 °C, liegt der Betrieb außerhalb der Grenze, die Grundfos für FKM nennt. Wie Gleitring, Gegenring und Nebendichtung zusammenwirken, erklärt die Seite Wie funktioniert eine Gleitringdichtung.
Neu liefern oder aufarbeiten.
Wir sind kein Grundfos‑Vertragshändler. Für die genannten Baureihen liefern wir das gleichwertige Pendant aus eigenem Programm und setzen vorhandene Dichtungen instand, wenn es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Zuordnung machen wir aus Code und Maßen oder am eingesandten Teil.
Bauart aus dem Code, Größe aus dem Bauteil, Werkstoffpaarung nach Medium, Temperatur und Druck. Bei NB, NBG, NK und NKG entsprechen einfache und doppelte Gleitringdichtungen laut Grundfos der EN 12756, bei Patronendichtungen wie HBQV und bei den Patronen der CR arbeiten wir über Code und Einbaumaße. Legt der Betriebspunkt es nahe, weichen wir auf Wunsch vom Werksstandard ab. Die Bauart bleibt dabei, was der Code vorgibt, etwa Patrone oder Gummibalg.
Grundfos-Dichtung anfragenWir befunden die eingesandte Dichtung in unserer Werkstatt in München und sagen Ihnen, was sinnvoll ist. Bei Patronen und größeren Ausführungen lohnt die Prüfung nach unserer Erfahrung regelmäßig, bei kleinen Balgdichtungen seltener. Lohnt sie, arbeiten wir die Gleitflächen nach und erneuern Elastomere und Federn.
Zur Prüfung einsendenKostenfrei, bevor Sie entscheiden. Die Befundung zeigt, ob Gleitflächen, Elastomere oder Federn verschlissen sind. Ist Neuware wirtschaftlicher, sagen wir das ebenso deutlich. Das Altteil ist in jedem Fall das Muster für den Ersatz und zeigt, was wirklich verbaut ist, auch wenn die Dichtung schon einmal gegen eine andere Variante getauscht wurde.
Ablauf der ReparaturSo läuft die Anfrage: Sie senden Typenschild, Foto, Zeichnung oder die vorhandene Dichtung. Werktags meldet sich in der Regel innerhalb von 24 Stunden ein Techniker mit einem Vorschlag zu Bauart, Maß und Werkstoffpaarung. Passt der Vorschlag, erhalten Sie das Angebot.
Die Abwägung zwischen Aufarbeiten und Neuteil beschreibt der Ratgeber Reparieren oder neu kaufen. Alle Bauarten stehen im Lieferprogramm Gleitringdichtungen. Für andere Fabrikate: KSB, Alfa Laval, Fristam.
Grundfos, CR, CRE, CRI, CRN, CRT, CM, CME, NB, NBG, NK, NKG, TP, TPE, ALPHA und MAGNA sind Marken der jeweiligen Inhaber. Sie werden hier ausschließlich genannt, um das verbaute Bauteil zuzuordnen (bestimmungsgemäße Markennennung). Die technischen Angaben dieser Seite sind der öffentlich zugänglichen Grundfos‑Dokumentation entnommen, insbesondere den Datenheften der Baureihen CR, CRT, NB/NBG/NK/NKG, TP und CM sowie dem Grundfos‑Handbuch zu Gleitringdichtungen; verbindlich ist immer die Herstellerangabe zu Ihrer Pumpe. LuWo‑Seal liefert keine Originalteile von Grundfos, sondern gleichwertige, kompatible Pendants aus eigenem Programm und steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu Grundfos.
Häufige Fragen zu Grundfos-Dichtungen.
Wo finde ich den Dichtungscode meiner Grundfos-Pumpe?
Auf dem Typenschild der Pumpe, an letzter Stelle der Typenbezeichnung. Im Grundfos‑Datenheft der CR steht zum Beispiel CRE 32s‑4‑2‑A‑F‑G‑E‑HQQE, die letzte Gruppe HQQE benennt die Wellenabdichtung. Einfache Dichtungen haben vier Buchstaben, bei Doppeldichtungen der NKG stehen dort vier Ziffern. Bei der NB steht der Code ebenfalls am Ende, im Datenheft etwa NB 32‑125.1/142 A F 1 A E S BAQE. Fotografieren Sie das Typenschild vollständig ab, denn die Zeichen davor nennen unter anderem Baureihe und Werkstoffausführung der Pumpe.
Was bedeutet der Code HQQE?
H steht für eine entlastete O‑Ringdichtung in Patronenbauweise, das erste Q für Siliziumkarbid als Werkstoff des Gleitrings, das zweite Q für Siliziumkarbid als Werkstoff des Gegenrings, E für EPDM als Nebendichtung. Laut aktuellem CR‑Datenheft ist HQQE neben HQQV die Standarddichtung der CR. HQQV unterscheidet sich nur an der letzten Stelle: FKM statt EPDM. Für FKM nennt Grundfos in Wasser 90 °C als obere Temperaturgrenze. Nach demselben Muster lesen sich die übrigen Codes: Position 1 die Bauart, Position 2 und 3 die Dichtflächen, Position 4 das Elastomer.
Reicht der Dichtungscode für ein Ersatzteil aus?
Für Bauart und Werkstoffpaarung ja, für die Größe nicht. Der Code nennt keine Maße. Bei einer CRT sagt AUUE zum Beispiel, dass eine O‑Ringdichtung und keine Patrone verbaut ist, aber nicht, welcher Durchmesser. Deshalb brauchen wir zusätzlich die vollständige Pumpenbezeichnung oder die Maße am Bauteil. Am sichersten ist beides zusammen: ein Foto des Typenschildes und die ausgebaute Dichtung als Muster. Aus der Typenbezeichnung ergeben sich Baureihe und Baugröße, aus dem Bauteil Wellendurchmesser, Einbaulänge und bei Patronen die Bauhöhe.
Können Sie eine Grundfos-Dichtung ohne Typenschild anhand eines Musters bestimmen?
Ja. Wir vermessen das eingesandte Teil, bestimmen Bauart und Werkstoffe und ordnen daraus die passende Ausführung zu. Das ist der übliche Weg bei Altanlagen, bei überklebten Typenschildern und bei Pumpen, in denen die Dichtung im Laufe der Zeit schon einmal gegen eine andere Variante getauscht wurde. Senden Sie das Teil möglichst vollständig ein, auch wenn es beschädigt ist. Versand und Adresse stehen im Ratgeber Dichtung einsenden.
Muss es bei NB, NBG, NK oder NKG eine Dichtung von Grundfos sein?
Nein. Laut Grundfos entsprechen die einfachen und doppelten Gleitringdichtungen dieser Baureihen der EN 12756, die Einbaumaße sind damit genormt. NB und NK folgen der EN 733, NBG und NKG der ISO 2858. Eine gleichwertige Dichtung passt, wenn Maße, Bauart und Werkstoffpaarung stimmen. Welche Ausführung verbaut ist, sagt der Buchstabe vor dem Dichtungscode: S einfach, bei NK und NKG zusätzlich B Stopfbuchse, bei NKG außerdem C Patrone einfach, D Patrone doppelt, O Back‑to‑Back und P Tandem. Bei den Patronendichtungen der CR arbeiten wir über Code und Einbaumaße.
Welche Betriebsdaten brauchen Sie für die Werkstoffauswahl?
Fördermedium, Medientemperatur und Betriebsdruck. Diese drei Punkte nennt Grundfos selbst als Bedingungen für die Auswahl der Wellenabdichtung. Sie entscheiden, ob eine Paarung mit Siliziumkarbid, mit Wolframkarbid oder mit Kohle sinnvoll ist und welches Elastomer als Nebendichtung in Frage kommt. Bei Reinstwasser unter 2 µS/cm rät Grundfos zum Beispiel von Siliziumkarbid gegen Siliziumkarbid ab. Für abrasive Bestandteile im Wasser nennt Grundfos dagegen die Paarung xQQx. Bei der TP unterscheidet Grundfos die Paarung zusätzlich nach Serie und danach, ob das Wasser unter oder über 90 °C liegt.
Haben Grundfos Nassläufer-Umwälzpumpen eine Gleitringdichtung?
Nein. Bei Nassläufern wie ALPHA und MAGNA bilden Pumpe und Motor eine Einheit, der Rotor läuft im Fördermedium, und eine Wellenabdichtung ist nicht erforderlich. Eine Gleitringdichtung haben dagegen Trockenläufer wie CR, NB, NK, TP oder CM. Suchen Sie für eine Anlage eine Gleitringdichtung, prüfen Sie deshalb auf dem Typenschild zuerst die Baureihe der Pumpe.
Kann eine vorhandene Grundfos-Dichtung instand gesetzt werden?
Das hängt an Bauart und Zustand. Bei Patronendichtungen und größeren Ausführungen lohnt die Prüfung nach unserer Erfahrung regelmäßig, bei kleinen Balgdichtungen seltener. Wir befunden das eingesandte Teil kostenfrei und sagen Ihnen, ob Instandsetzung oder Neuware wirtschaftlicher ist. Das Altteil bleibt in jedem Fall das Muster für den Ersatz. Den Ablauf beschreibt unsere Seite zur Reparatur von Gleitringdichtungen.
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1935/2004
Farbcodiert: Ihr Lager erkennt das Material, ohne zu lesen.
Was in der Box liegt, steht drauf. Ihr Einbauort dazu in der Zeile Anwendung.
Maße und Werkstoffe auf einen Blick, ohne Datenblatt.
C E
1935/2004
FDA und Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 direkt gekennzeichnet, wenn vorhanden.
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