Gleitringdichtungen für Grundfos‑Pumpen
Grundfos benennt die Wellenabdichtung im Typenschlüssel: Die letzten vier Buchstaben der Typenbezeichnung sagen, welche Bauart verbaut ist, aus welchen Werkstoffen die Dichtflächen bestehen und welches Elastomer als Nebendichtung sitzt. Diese Seite erklärt den Code, nennt die Standarddichtung der gängigen Baureihen und sagt, was wir für den passenden Ersatz brauchen.

Inhalt dieser Seite
Der Dichtungscode auf dem Typenschild
Anders als bei vielen Pumpenherstellern müssen Sie bei Grundfos nicht raten, was in der Dichtungskammer sitzt.
Grundfos führt die Wellenabdichtung als eigene Kennung im Typenschlüssel, und diese Kennung steht auf dem Typenschild der Pumpe. Sie besteht immer aus vier Buchstaben und steht an letzter Stelle der Typenbezeichnung.
Ein Beispiel aus dem Grundfos‑Datenheft für die CR‑Baureihe:
CRE 32s‑4‑2‑A‑F‑G‑E‑HQQE
Die Zeichen davor benennen Baureihe, Förderstrom, Laufradzahl, Pumpenausführung, Rohrleitungsanschluss, Werkstoffausführung und die Elastomerteile der Pumpe. Die letzte Gruppe ist die Gleitringdichtung.
Die vier Stellen sind immer gleich belegt. Damit lässt sich jede Grundfos‑Dichtung aus dem Code heraus einordnen:
- A
- O‑Ringdichtung mit festem Mitnehmer
- B
- Gummibalgdichtung
- D
- entlastete O‑Ringdichtung
- H
- entlastete O‑Ringdichtung in Patronenbauweise
- K
- Metallbalgdichtung als Patrone
- O
- doppelt, Back‑to‑Back
- P
- doppelt, Tandem
- R, G
- mit reduzierten Dichtflächen
- A
- Kohle, metallimprägniert
- B
- Kohle, kunstharzimprägniert
- H
- Kohle mit eingelagertem Wolframkarbid
- Q
- Siliziumkarbid
- U
- Wolframkarbid
- V
- Keramik, Aluminiumoxid
- A
- Kohle, metallimprägniert
- B
- Kohle, kunstharzimprägniert
- Q
- Siliziumkarbid
- U
- Wolframkarbid
- V
- Keramik, Aluminiumoxid
- E
- EPDM
- V
- FKM
- K
- FFKM
- F
- FXM
- P
- NBR
- T
- PTFE
Positionen 2 und 3 verwenden dieselbe Werkstofftabelle. Welche Kürzel Grundfos je Baureihe tatsächlich anbietet, ist unterschiedlich: Im CR‑Datenheft sind für die Dichtflächen B, C, H, U, Q und X aufgeführt, die vollständige Liste im Grundfos‑Handbuch zu Gleitringdichtungen ist länger und enthält unter anderem Metalle und Bronze.
Vier Codes, die häufig auf dem Tisch liegen
Nicht verwechseln: Neben dem vierstelligen Grundfos‑Code gibt es den Werkstoffschlüssel nach EN 12756, der fünf Stellen hat und zusätzlich Feder und Metallteile benennt. Grundfos gibt seine Spezifikationen an externe Dichtungslieferanten nach diesem EN‑Schlüssel weiter. Wenn Sie also einen fünfstelligen Werkstoffcode vor sich haben, ist es nicht der Stempelcode vom Typenschild. Zur Zuordnung von Fremdbezeichnungen hilft unser Ratgeber zur Umschlüsselung.
Baureihen und ihre Standarddichtung
Die Übersicht nennt die Trockenläufer‑Baureihen, die uns aus dem Grundfos‑Programm regelmäßig begegnen, und die Wellenabdichtung, die Grundfos dort im Datenheft als Standard führt. Abweichungen nach Medium, Temperatur und Leistung sind ausdrücklich vorgesehen und in den Datenheften als Optionen aufgeführt.
Standard ist die Patronendichtung HQQE oder HQQV.
Dichtung anfragen Mehrstufig, vertikalCRTHier sitzt eine O‑Ringdichtung, AUUE oder AUUV.
Dichtung anfragen BlockbauformNB, NBGDichtungen nach EN 12756, einfach oder doppelt.
Dichtung anfragen Mit LagerträgerNK, NKGWie NB, zusätzlich Patrone und Stopfbuchse lieferbar.
Dichtung anfragen Inline, TrockenläuferTP, TPEBalg- und O‑Ringdichtungen, Paarung nach Temperatur.
Dichtung anfragen Mehrstufig, horizontalCM, CMEStandard AVBE, auf Anfrage AQQE oder AQBE.
Dichtung anfragen| Baureihe | Bauart der Pumpe | Wellenabdichtung nach Grundfos-Datenheft |
|---|---|---|
| CR, CRI, CRN und die E-Varianten | mehrstufige vertikale Kreiselpumpe | einfachwirkende Gleitringdichtung in Patronenbauweise, Typ HQQE oder HQQV von 0,25 bis 45 kW, HBQE oder HBQV von 55 bis 75 kW |
| CRT | mehrstufig, vertikal, Werkstoffvariante | O-Ringdichtung Typ AUUE oder AUUV |
| NB, NBG | einstufige Blockpumpe, NB nach EN 733, NBG nach ISO 2858 | einfache und doppelte Gleitringdichtungen nach EN 12756, auch Patronendichtung; Stopfbuchse lieferbar |
| NK, NKG | einstufig mit Lagerträger und Kupplung, NK nach EN 733, NKG nach ISO 2858 | wie NB und NBG; im Typenschlüssel sind einfache, doppelte und Patronenausführung sowie Stopfbuchse als eigene Codes geführt |
| TP, TPD und die E-Varianten | einstufige Trockenläufer-Inlinepumpe | im Typenschlüssel unter anderem BAQE, BQQE, BUBE, AUUE, RUUE, GQQE und DBUE |
| CM, CME | horizontale mehrstufige Kreiselpumpe | AVBE als Standard, AQQE und AQBE als Option |
Wellendurchmesser und Einbaumaße stehen in dieser Übersicht absichtlich nicht. Innerhalb einer Baureihe unterscheiden sich die Baugrößen erheblich, und der Dichtungscode selbst enthält keine Maßangabe. Verbindlich sind daher die vollständige Typenbezeichnung oder das nachgemessene Bauteil.
Nassläufer sind nicht dabei, und das hat einen Grund: Bei Umwälzpumpen wie ALPHA und MAGNA bilden Pumpe und Motor eine Einheit, der Rotor läuft im Fördermedium, und eine Wellenabdichtung ist gar nicht erforderlich. Eine Gleitringdichtung finden Sie ausschließlich in den Trockenläufern.
Die Baureihen im Einzelnen
Grundfos CR, CRI, CRN und CRT
Die CR ist die mehrstufige vertikale Kreiselpumpe von Grundfos und die Baureihe, zu der uns die meisten Grundfos‑Anfragen erreichen. Dichtungsseitig ist sie unter den hier genannten Baureihen die eindeutigste: Grundfos liefert sie standardmäßig mit einer einfachwirkenden Gleitringdichtung in Patronenbauweise aus, im Leistungsbereich 0,25 bis 45 kW als HQQE oder HQQV, von 55 bis 75 kW als HBQE oder HBQV. Dass es eine Patrone ist, erkennen Sie schon am Code: Das führende H steht für die entlastete O‑Ringdichtung in Patronenbauweise. Was das für Einbau und Einstellmaß bedeutet, steht auf unserer Seite zu Patronendichtungen.
Die Buchstaben hinter CR bezeichnen die Werkstoffausführung der Pumpe, nicht die Dichtung: CRI und CRN sind die Edelstahlvarianten, im Typenschlüssel als Werkstoffausführung mit 1.4301 beziehungsweise 1.4401 geführt. Für die Dichtungsauswahl ist das mittelbar wichtig, weil eine Edelstahlpumpe meist dort steht, wo auch das Medium anspruchsvoller ist.
Die CRT fällt aus dem Muster: Sie ist standardmäßig nicht mit einer Patrone, sondern mit einer O‑Ringdichtung vom Typ AUUE oder AUUV ausgestattet, also mit Wolframkarbid auf beiden Dichtflächen. Wer eine CRT wie eine CR behandelt, bestellt die falsche Bauart.
Über den Standard hinaus führt Grundfos die CR auch mit doppelter Gleitringdichtung und mit Magnetkupplung. Für Medien, die in die Umgebung gelangen könnten, nennt Grundfos ausdrücklich diese beiden Wege statt der einfachen Dichtung.
Grundfos NB und NBG
NB und NBG sind die einstufigen Blockpumpen. Die Normbezogenheit ist hier der entscheidende Punkt für die Ersatzteilfrage: Die NB folgt der EN 733, die NBG der ISO 2858. Und, aus unserer Sicht die wichtigste Aussage im ganzen Datenheft: Grundfos hält fest, dass alle einfachen und doppelten Gleitringdichtungen dieser Baureihen der EN 12756 entsprechen. Damit ist das verbaute Teil ein Serienmaß, und Sie sind für den Wechsel nicht an Grundfos gebunden.
Der Dichtungscode steht im Typenschlüssel an letzter Stelle, im Datenheft etwa als NB 32‑125.1/142 A F 1 A E S BAQE. Die Stelle davor benennt die Ausführung der Wellendichtung als eigenen Buchstaben, dort unterscheidet Grundfos zwischen einfacher Gleitringdichtung, einfacher Patronendichtung, doppelter Ausführung in Patronenbauweise, Back‑to‑Back, Tandem und Stopfbuchse. Dass eine Stopfbuchse überhaupt als Option geführt wird, ist bei diesen Baureihen erwähnenswert: Ältere Anlagen laufen mitunter noch mit Packung, und die Umstellung auf eine Gleitringdichtung ist dann eine eigene Entscheidung. Dazu haben wir den Ratgeber Stopfbuchspackung oder Gleitringdichtung.
Grundfos NK und NKG
NK und NKG sind dieselbe Hydraulik wie NB und NBG, aber nicht in Blockbauform, sondern mit Lagerträger und Kupplung: NK nach EN 733, NKG nach ISO 2858. Dichtungsseitig gilt das Gleiche, einschließlich der EN‑12756‑Konformität.
Eine Besonderheit betrifft die Schreibweise des Codes, und sie sorgt regelmäßig für Rückfragen. Bei einfacher Dichtung stehen im Typenschlüssel vier Buchstaben, etwa BQQE für eine einfache Gleitringdichtung oder HBQV für eine Patronendichtung. Bei doppelter Ausführung stehen dort dagegen vier Ziffern, weil zwei Dichtungen zu benennen sind: Im Datenheft steht beispielsweise 2716 für die Kombination aus DQQV als Primär‑ und BQQV als Sekundärdichtung, oder 5150 für HQQU als Primär‑ und HBQV als Sekundärdichtung. Wenn auf Ihrem Typenschild an dieser Stelle Zahlen statt Buchstaben stehen, ist die Pumpe also doppelt abgedichtet, und wir brauchen die Zuordnung beider Dichtungen.
Grundfos TP und TPE
Die TP ist die einstufige Trockenläufer‑Inlinepumpe, in Heizungs‑ und Klimaanlagen weit verbreitet und über die Serien 100 bis 400 in sehr unterschiedlichen Baugrößen unterwegs. Dichtungsseitig ist sie weniger einheitlich als die CR: Im Typenschlüssel sind unter anderem BAQE, BQQE, BUBE, AUUE, RUUE, GQQE und DBUE geführt. Das führende B steht dabei für die Gummibalgdichtung, R und G für Ausführungen mit reduzierten Dichtflächen.
Welche Paarung vorgesehen ist, hängt bei der TP deutlich an der Medientemperatur. Die Auswahltabellen im Datenheft führen unterhalb von etwa 90 °C Paarungen wie BQQE und BAQE, oberhalb davon Ausführungen wie BUBE. Wenn Sie uns die Temperatur nennen, können wir das entsprechend berücksichtigen; ohne diese Angabe bleibt die Werkstoffwahl eine Vermutung.
Grundfos CM und CME
Die CM ist die horizontale mehrstufige Kreiselpumpe. Standard ist hier die O‑Ringdichtung AVBE, also Keramik gegen kunstharzimprägnierte Kohle mit EPDM, auf Anfrage AQQE oder AQBE mit Siliziumkarbid. Der Unterschied ist nicht nur akademisch: Grundfos bindet die obere Temperaturangabe von 120 °C ausdrücklich an die Ausführung mit AQQE oder AQBE. Wer bei erhöhter Temperatur die Standardpaarung nachbestellt, bekommt nicht dieselbe Eignung.
Welche Angaben wir brauchen
Bei Grundfos ist die Ausgangslage günstiger als bei vielen anderen Fabrikaten, weil der Dichtungscode auf dem Typenschild steht. Vier Angaben genügen deshalb in der Regel:
- Vollständige Typenbezeichnung vom Typenschild, nicht nur Baureihe und Baugröße. Der Dichtungscode steht am Ende.
- Fördermedium, Temperatur und Betriebsdruck, die drei Bedingungen, die Grundfos selbst für die Auswahl der Wellenabdichtung nennt.
- Foto des Typenschildes, wenn die Bezeichnung schwer lesbar oder überklebt ist. Ein Bild genügt uns meist.
- Die ausgebaute Dichtung als Muster, wenn Typenschild oder Code fehlen. Am Teil ist die Zuordnung immer eindeutig.
Fehlt das Typenschild, arbeiten wir am Bauteil weiter. Versandweg und Adresse finden Sie unter Dichtung einsenden, das Vorgehen beim Bestimmen einer unbekannten Dichtung beschreibt der Ratgeber zur Identifikation.
Senden Sie uns Typenschild, Foto, Zeichnung oder die vorhandene Dichtung. Wir prüfen die Zuordnung.
Werkstoffe und Betriebsbedingungen
Welcher Werkstoff sinnvoll ist, entscheidet nicht die Baureihe, sondern der Betrieb. Grundfos nennt dafür drei Bedingungen: Betriebsdruck, Art des Fördermediums und Medientemperatur.
Aus den Datenheften lassen sich einige Grenzen konkret benennen, und die widersprechen der verbreiteten Annahme, Siliziumkarbid sei immer die bessere Wahl.
| Betriebsfall | Was in der Grundfos-Dokumentation dazu steht | Folge für den Code |
|---|---|---|
| Wasser mit abrasiven Bestandteilen | für abrasive Anteile im Wasser ist eine Dichtung mit der Werkstoffpaarung xQQx zu verwenden | Siliziumkarbid auf beiden Flächen |
| Reinstwasser, sehr geringe Leitfähigkeit | unterhalb einer Leitfähigkeit von 2 µS/cm darf keine Dichtung vom Typ xQQx verwendet werden, stattdessen xQUx | Gegenring aus Wolframkarbid statt Siliziumkarbid |
| Nebendichtung aus FKM | bei Nebendichtungen aus FKM liegt die obere Temperaturgrenze für Wasser bei 90 °C | Code endet auf V, Temperatur prüfen |
| Nebendichtung aus EPDM | wärmebeständig von −40 bis 150 °C, in Wasser und wässerigen Medien von −40 bis 140 °C, aber nur wenig beständig gegenüber Mineralölen | Code endet auf E, Medium prüfen |
| CM bei erhöhter Temperatur | die Angabe 120 °C gilt für Pumpen mit einer Gleitringdichtung AQQE oder AQBE | nicht mit AVBE gleichsetzen |
Der Punkt zum Reinstwasser ist der, der in der Praxis am häufigsten übersehen wird: Ausgerechnet in besonders reinem Wasser ist die scheinbar hochwertigere Siliziumkarbid‑Paarung die falsche Wahl. Zwischen den Grundfos‑Dokumenten schwanken die genannten Grenzwerte etwas, das Handbuch zu Gleitringdichtungen nennt an einer Stelle 5 µS/cm und empfiehlt eine selbstschmierende SiC‑Variante. Wenn Ihre Anlage in diesem Bereich arbeitet, sagen Sie es uns bitte ausdrücklich; das ist kein Fall für eine Tabelle.
Wie eine Werkstoffpaarung überhaupt zustande kommt und was die Gleitflächen im Betrieb aushalten müssen, erklärt unsere Seite Wie funktioniert eine Gleitringdichtung.
Ersatz und Reparatur
Wir sind kein Grundfos‑Vertragshändler. Wir liefern für die genannten Baureihen das gleichwertige Pendant aus eigenem Programm und setzen vorhandene Dichtungen instand, wenn das technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Zuordnung machen wir aus Code und Maßen oder am eingesandten Teil.
Neuware als Pendant
Wo die Dichtung der EN 12756 entspricht, wie bei NB, NBG, NK und NKG, ist der Ersatz ein Serienmaß. Bei den Patronenausführungen der CR arbeiten wir über Code und Einbaumaße.
- Bauart aus dem Code, Größe aus dem Bauteil
- Werkstoffpaarung nach Medium, Temperatur und Druck
- auf Wunsch abweichend vom Werksstandard, wenn der Betriebspunkt es nahelegt
Prüfung und Reparatur
Wir befunden die eingesandte Dichtung in der Werkstatt in München und sagen Ihnen, was sinnvoll ist. Bei Patronen und größeren Ausführungen lohnt die Prüfung regelmäßig.
- Befundung kostenfrei, bevor Sie entscheiden
- Ist Neuware wirtschaftlicher, sagen wir das ebenso deutlich
- Das Altteil ist in jedem Fall das Muster für den Ersatz
Den Ablauf und die Einsparungen beschreibt die Seite Reparatur von Gleitringdichtungen, die Abwägung der Ratgeber Reparieren oder neu kaufen. Welche Bauformen unser Programm insgesamt abdeckt, zeigt die Übersicht Gleitringdichtungen.
Was der Code nicht sagt
Der Grundfos‑Code ist eine gute Grundlage, aber er ist keine vollständige Bestellangabe. Drei Punkte gehören dazu, damit aus dem Code ein passendes Teil wird:
- Der Code nennt keine Maße. Er benennt Bauart, Dichtflächen und Elastomer. Wellendurchmesser, Einbaulänge und bei Patronen die Bauhöhe stehen nicht darin. Diese Angaben kommen aus der vollständigen Typenbezeichnung oder vom Bauteil.
- Typenschild und Einbauzustand können auseinanderlaufen. Das Schild beschreibt den Auslieferungszustand. Ist die Dichtung im Laufe der Betriebsjahre schon einmal gewechselt worden, sitzt möglicherweise eine andere Variante in der Pumpe als aufgedruckt. Das ausgebaute Teil ist deshalb die verlässlichere Auskunft.
- Der Werksstandard ist nicht automatisch der beste Betriebspunkt. Der Code sagt, was Grundfos vorgesehen hat, nicht, was Ihre Anlage heute fördert. Bei geändertem Medium oder geänderter Temperatur ist genau das der Anlass, die Paarung zu überprüfen.
Für Werksdichtungen anderer Pumpenhersteller gilt dasselbe Vorgehen. Wie wir bei einem Fabrikat ohne eigenen Dichtungscode arbeiten, zeigt unsere Seite zu Gleitringdichtungen für KSB‑Pumpen.
Grundfos, CR, CRI, CRN, CRT, CM, CME, NB, NBG, NK, NKG, TP, TPE, ALPHA und MAGNA sowie die genannten Dichtungs‑ und Werkstoffbezeichnungen sind Marken der jeweiligen Inhaber. Sie werden hier ausschließlich genannt, um das verbaute Bauteil zuzuordnen (bestimmungsgemäße Markennennung). Die technischen Angaben dieser Seite sind der öffentlich zugänglichen Grundfos‑Dokumentation entnommen, insbesondere den Datenheften der Baureihen CR, NB/NBG/NK/NKG, TP und CM sowie dem Grundfos‑Handbuch zu Gleitringdichtungen; verbindlich ist immer die Herstellerangabe zu Ihrer Pumpe. LuWo‑Seal liefert keine Originalteile von Grundfos, sondern gleichwertige, kompatible Pendants aus eigenem Programm und steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu Grundfos.
Gleitringdichtung für Ihre Grundfos-Pumpe gesucht?
Typenschild, Foto, Zeichnung oder vorhandene Dichtung übermitteln. Werktags meldet sich in der Regel innerhalb von 24 Stunden ein Techniker mit einem Vorschlag zu Bauart, Maß und Werkstoffpaarung.
Gleitringdichtungen für Grundfos-Pumpen
Wo finde ich den Dichtungscode meiner Grundfos-Pumpe?
Auf dem Typenschild der Pumpe, an letzter Stelle der Typenbezeichnung. Bei einer CR steht dort beispielsweise CRE 32s-4-2-A-F-G-E-HQQE; die letzte Gruppe HQQE benennt die Wellenabdichtung. Der Code besteht immer aus vier Buchstaben. Fotografieren Sie das Typenschild vollständig ab, die Zeichen davor sagen uns Baugröße und Werkstoffausführung der Pumpe.
Was bedeutet der Code HQQE?
H steht für eine entlastete O-Ringdichtung in Patronenbauweise, das erste Q für Siliziumkarbid als Werkstoff des Gleitrings, das zweite Q für Siliziumkarbid als Werkstoff des Gegenrings, E für EPDM als Nebendichtung. Nach dem gleichen Muster lesen sich die übrigen Codes: Position 1 die Bauart, Position 2 und 3 die Dichtflächen, Position 4 das Elastomer.
Reicht der Dichtungscode für ein Ersatzteil aus?
Für Bauart und Werkstoffpaarung ja, für die Größe nicht. Der Code nennt keine Maße. Deshalb brauchen wir zusätzlich die vollständige Pumpenbezeichnung oder die Maße am Bauteil. Am sichersten ist beides zusammen: Foto des Typenschildes und die ausgebaute Dichtung als Muster.
Können Sie eine Grundfos-Dichtung ohne Typenschild anhand eines Musters bestimmen?
Ja. Wir vermessen das eingesandte Teil, bestimmen Bauart und Werkstoffe und ordnen daraus die passende Ausführung zu. Das ist der übliche Weg bei Altanlagen, bei überklebten Typenschildern und bei Pumpen, an denen die Dichtung im Laufe der Zeit schon einmal gegen eine andere Variante getauscht wurde.
Welche Betriebsdaten brauchen Sie für die Werkstoffauswahl?
Fördermedium, Medientemperatur und Betriebsdruck. Diese drei Punkte nennt Grundfos selbst als die Bedingungen, die bei der Auswahl der Wellenabdichtung zu berücksichtigen sind. Sie entscheiden, ob eine Paarung mit Siliziumkarbid, mit Wolframkarbid oder mit Kohle sinnvoll ist und welches Elastomer als Nebendichtung in Frage kommt.
Haben Grundfos Nassläufer-Umwälzpumpen eine Gleitringdichtung?
Nein. Bei Nassläufern wie ALPHA und MAGNA bilden Pumpe und Motor eine Einheit, der Rotor läuft im Fördermedium und eine Wellenabdichtung ist nicht erforderlich. Eine Gleitringdichtung finden Sie nur in den Trockenläufern, also in Baureihen wie CR, NB, NK, TP oder CM.
Kann eine vorhandene Grundfos-Dichtung instand gesetzt werden?
Das hängt an Bauart und Zustand. Bei Patronendichtungen und größeren Ausführungen lohnt die Prüfung regelmäßig, bei kleinen Balgdichtungen seltener. Wir befunden das eingesandte Teil kostenfrei und sagen Ihnen, ob Instandsetzung oder Neuware wirtschaftlicher ist.
Kontakt
Pumpentyp genügt. Wir übernehmen ab hier.
Werktags meldet sich in der Regel innerhalb von 24 Stunden ein Techniker mit einem Vorschlag zu Bauart, Maß und Werkstoffpaarung.
